Bibliothek zum Nordpol
Kurzroman von U. Helsch
Die Tore zur Bibliothek stehen offen! 🪄🎉
Entdecke jetzt den Roman voller Magie, Wärme und winterlicher Wunder.
Egal ob eBook oder Taschenbuch, beide sind ab sofort in allen Shops erhältlich.
Wobei letzteres für manche noch im Schneesturm am Nordpol festhängt, aber ich bin Zuversichtlich, dass es bald überall erhältlich ist.
Tauche ein in ein magisches Abenteuer voller Licht und Liebe, mit einer jungen Frau, die im 19. Jahrhundert das Weihnachtsfest und ihr Herz riskiert.
Viola Silberfeld ist Ende zwanzig und Bibliothekarin. Abenteuer erlebt sie nur auf den Seiten ihrer Bücher. Ihr eigenes Leben ist unspektakulär – bis eine uralte Macht in ihr erwacht und alles auf den Kopf stellt.
An der Seite von Niklas, dessen geheimnisvolle tiefblaue Märchenaugen ihr seit ihrem ersten Treffen nicht mehr aus dem Sinn gehen, tritt sie durch ein Portal Richtung Nordpol. Unter leuchtenden Polarlichtern treten ihr nicht nur feindselige Elfen entgegen, sondern sie muss lernen, ihr verborgenes Erbe anzunehmen.
Wird sie Niklas ihr Vertrauen schenken, das Fest der Liebe retten und vielleicht sogar ihr eigenes Glück finden?
U. Helsch
Bibliothek zum Nordpol - Klappentext
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Die Hauptakteure von
Bibliothek zum Nordpol
Viola

Viola ist Ende zwanzig und arbeitet als Bibliothekarin in einer kleinen Stadtbibliothek.
Zwischen Regalen voller Geschichten sucht sie nicht nur nach Antworten für andere, sondern auch Geschichten, in die sie sich träumen kann.
Warmherzig und neugierig, erkennt sie Sehnsüchte, die andere verbergen. Sie verknüpft Puzzleteile, die übersehen werden, und findet Mut im entscheidenden Moment – auch wenn sie zuvor zweifelt. Ihr Herz führt sie, manchmal gegen jede Logik, und gerade darin liegt ihre stille Stärke.
Doch Viola trägt auch Schatten in sich. Sie stellt die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen, verliert sich in Selbstzweifeln und fürchtet, Menschen zu enttäuschen.
Plötzlich bricht Magie unkontrolliert aus ihr hervor, als wollte sie ihr zeigen, dass sie mehr ist, als sie selbst glaubt.
Vielleicht ist es Zeit, dass Viola die Geschichten nicht länger nur liest und träumt, sondern selbst erlebt.
Niklas

Er erscheint wie ein Mann in den besten Jahren – doch seine tiefblauen Märchenaugen verraten mehr. Sie tragen das Leuchten des Nordlichts in sich.
Sein Wesen ist von Ruhe und Charisma geprägt. In Krisen bleibt er unerschütterlich, bewahrt Balance und schenkt Hoffnung, wo andere längst verzweifeln würden. Menschen fühlen sich instinktiv zu ihm hingezogen.
Doch hinter der Stärke liegt eine verborgene Schwäche: Er trägt die Verantwortung allein, verschließt sein Herz und misstraut allem, was er nicht kontrollieren kann.
Nähe bedeutet Gefahr – und doch sehnt er sich nach jemandem, der ihn als Mann sieht.
Er ist leuchtend und geheimnisvoll, doch zugleich einsam. Vielleicht sollte er sich öffnen und lernen, dass auch er Liebe braucht, um nicht im eigenen Licht zu erlöschen.
Miro

Er sieht süß aus – aber er weiß zu viel.
Was man über Miro wissen sollte:
Miro bedeutet in der slawischen Sprache: Wunder.
Er sieht jung aus – ist es aber nicht.
Er ist ein erfahrener Hexenbegleiter mit magischen Kräften.
Seine Magie ist nicht laut. Aber sie weiß, wo sie gebraucht wird.
Und ja, er kann sprechen.
Seine Stimme ist tief und rau, mit einem Timbre wie altes Pergament, das Geschichten flüstert.
Sein Tonfall erinnert an einen leicht gelangweilten Theaterdirektor – einer, der schon alles gesehen hat, aber trotzdem bleibt, weil er wissen will, wie diese Geschichte ausgeht.

Das Tor zu Kapitel 1 von
Bibliothek zum Nordpol
Ein Schritt genügt … und die Geschichte entfaltet ihre Magie. Folge mir ...
Die Magie erwacht
Flackerndes Licht zwischen Büchern
In diesem Dezember schien selbst die Kälte Geschichten zu erzählen. Mit frostigen Fingern malte sie filigrane Muster auf jede Fensterscheibe, als wollte sie der Welt ein neues Märchen schenken. In der alten Bibliothek lag der Duft von Staub und Kerzenwachs in der Luft. Die Geschichten in den bis unter die Decke gefüllten Regalen wirkten im warmen Schein der Weihnachtskerzen alt und edel. Viola Silberfeld liebte das – nicht den Winter an sich, sondern die Ruhe, die er mit sich brachte. Außerdem war es eine willkommene Ausrede, sich mit einer Tasse Tee und einem Buch vor den Kamin zu verkriechen. Doch so weit war es noch nicht. Heute, am Tag vor Heiligabend, hatte sie ihre Bibliothek geöffnet – allerdings ließen die Kunden auf sich warten.
Wahrscheinlich waren alle mit ihren Gedanken bei den Vorbereitungen fürs Weihnachtsfest oder eilten aus, um die letzten Geschenke zu besorgen. Umso besser, fand sie, dann konnte sie sich gleich ein Buch nehmen und in eine Geschichte eintauchen. Mehr brauchte sie nicht, um glücklich zu sein.
Sie lebte zurückgezogen. Ihre einzige Freundin Lena pflegte zu sagen, sie solle öfter hinausgehen und das Leben genießen, solange sie noch jung und keine dreißig sei. „Die Welt ist zu aufregend, um sie nur zwischen Buchdeckeln zu suchen“, hatte Lena oft lachend gesagt. Doch sie hatte leicht Reden. Lena war ihr Gegenstück: Stets unterwegs, von Stadt zu Stadt, immer unter Menschen, und jedes Mal schien ein anderer Herr ihr Herz zu begleiten. Ach, Lena.
Viola durchstreifte die hohen Regale und sortierte dabei einige alte Sagen an ihren Platz. Ein kunstvoll gebundener Band ließ sie innehalten. Sie schlug ihn auf, las die ersten Zeilen und stellte sich vor, wie ihr Lieblingskunde Niklas lächelnd darin versank. In den letzten Monaten hatte der attraktive Mann die Bibliothek nicht gerade selten besucht. Er arbeitete sich Buch für Buch durch die alte Märchensammlung. Jedes Mal nahm er ein anderes zur Hand, ging zu der gemütlichen Sitzecke vor dem Kamin, las eine Stunde und stellte es anschließend wieder zurück. Er wirkte distanziert und manchmal finster, doch Viola konnte nicht aufhören, an ihn zu denken. Leider bemerkte sie nie, wann er kam oder ging. Er hatte etwas Geheimnisvolles, beinahe Altmodisches, an sich. Sein Äußeres war wie aus einem Buch entsprungen, mit seinem gepflegten Vollbart und den blauen Augen, die so klar und tief waren wie ein verborgener See im Elfenland: still und magisch. Aus diesem Grund nannte sie ihn insgeheim Märchenauge. Allerdings war es schon eine Weile her, dass er das letzte Mal in der Bibliothek gewesen war, und bei jenem Besuch schien er gehetzt. Viola hoffte, ihn noch vor den Weihnachtsfeiertagen zu sehen. Ein solch faszinierender Mann – doch sie brachte es nicht übers Herz, ihre Gefühle offenzulegen.
Die Gaslampen in ihren Messingfassungen warfen ein warmes, sanft flackerndes Licht, das Gemütlichkeit verströmte. Kerzen brannten nur auf den Lesepulten und auf dem Adventskranz, der vorne neben dem Tresen in einem Wasserbecken aus Marmor schwamm. Alles andere wäre hier bei so vielen kostbaren Schätzen zu riskant.
Plötzlich bemerkte Viola etwas aus dem Augenwinkel.
Was war das?
Sie rieb sich die Augen. War ein Kunde unbemerkt hereingekommen?
Gespannt spitzte sie die Ohren – doch die Stille blieb ungebrochen. Konzentriert fixierte sie die Stelle, wo das Flackern gewesen war.
Da huschte ein Schatten zwischen zwei Regale – und kurz darauf begannen sie zu beben.
Viola eilte hin, fand jedoch nichts Ungewöhnliches. Die Regale standen unbewegt, als wären sie Teil einer schlafenden Welt. Sie schüttelte den Kopf, spürte Müdigkeit. Vielleicht war es wirklich an der Zeit, sich ein paar Tage Ruhe zu gönnen. In den letzten Wochen hatten ihre Sinne begonnen, ihr seltsame Streiche zu spielen – besonders dann, wenn die Stille sie ganz umfing.
Adventskerzen entzündeten sich von selbst. Eine Eisblume bildete sich auf dem Wasserglas, Schneeflocken schmolzen nicht auf ihrer Haut. Oder Buchseiten wurden wie von Geisterhand umgeblättert. Genauso wie jetzt, wie von selbst.
Es war, als wäre sie in eine der fantastischen Erzählungen gezogen worden, die Niklas so gerne las. Doch das war unmöglich, denn Magie existierte nicht.
Sie atmete tief durch und beschloss, heute früher Feierabend zu machen, obwohl es erst Mittag war. Doch sie wollte noch etwas warten – vielleicht kam ja Niklas vorbei.
Das Portal schließt sich hier – doch die Reise beginnt erst.
Folge den Nordlichtern zum Roman.
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