😣 Juli Rückblick – Urlaub im Kalender, Migräne im Gepäck
An alle, die diesen Juli tapfer durch Schmerzen gegangen sind: Wir stehen zusammen.
Das war anders geplant, doch ich habe schon vor langer Zeit gelernt, auf meinen Körper zu hören.
Migräne begleitet mich seit über vierzig Jahren. Irgendwann wurde sie chronisch und nahm mir mehr als zwanzig Tage im Monat. Mit Medikamenten hielt ich sie eine Weile in Schach, und seit einiger Zeit spritze ich monatlich einen monoklonalen Antikörper. Seitdem bin ich bei durchschnittlich fünf Migränetagen im Monat. Ein Geschenk an Lebensqualität, das ich jeden Tag spüre.
Doch die Hitze hat mich aus dem Gleichgewicht geworfen.
In meinen 3 Wochen Urlaub wollte ich den aktuellen Roman weiterschreiben, vielleicht sogar damit fertig werden.
Stattdessen warf mich ein Anfall nach dem anderen nieder. Am Ende habe ich neun Szenen geschafft.
Aber da meine Protagonistin gerade selbst in ihrem Scheitern und der Katastrophe steckt, habe ich meinen Schmerz in ihre Geschichte gelegt. Die arme Frau muss dadurch noch mehr leiden, als ich geplant hatte.
Ich bin stolz auf das, was ich geschafft habe.
Zwischendurch gab es kleine Zeitfenster, in denen ich mich aufgerafft habe. Im Freibad fand ich Abkühlung und Bewegung. Zwei Dinge, die mein Körper dankbar angenommen hat.
Einmal habe ich es auch in meine schwäbische Heimat geschafft, nach Stuttgart. Obwohl ich sehr gerne im Badischen lebe, am Rand des Schwarzwalds, nahe des Rheins, bringt die Heinkehr immer wieder wundervolle Gefühle mit sich.
Natürlich war ich auch bei meiner Mutter auf dem Friedhof. Ich habe ihr einen kleinen Strauß aus ihrem Garten gebracht. Es tut immer noch weh, dass wir nicht mehr miteinander sprechen können, ich ihre weiche Haut nicht mehr berühren kann. Na ja, ich spreche mit ihr, aber es ist halt recht einseitig. Ich habe ihr alles erzählt, was in letzter Zeit passiert ist. Und es ist mir egal, ob manche das seltsam finden. Mir tut es gut.
Und nun sitze ich hier, am 31.07.2026.
Mein Zeitplan für die Fertigstellung meines Romans und den Beginn des nächsten musste noch einmal angepasst werden.
Aber ich lasse mich nicht unterkriegen.
Ich schaffe das. Ich will das.
