2026-05

Rückblick auf den Mai – Dachgeschossedition

Der Mai begann wie ein sanfter Vers:

 


Die ersten Sonnenstrahlen krochen über die Fensterbank und legten warme Flecken aufs Holz. Ich streckte mein Gesicht gen Sonne – endlich keine Heizung mehr.

Seit Ende April stand sie still, und ich fühlte mich wie eine Energiespar‑Hexe, mit einem kleinen, selbstzufriedenen Grinsen im Mundwinkel.


Doch dann warf der Monat sich herum wie ein launischer Kobold.


Plötzlich biss die Dachgeschossluft wieder in meine Arme, ich zog die Schultern hoch, rieb mir über die Unterarme und drehte die Heizung reumütig auf. Ich hatte mich zu früh von ihr verabschiedet.


Und kaum hatte ich mich an das leise Klicken und Gluckern gewöhnt, kam der nächste Stimmungswechsel:


Hochsommer. Von null auf dreißig Grad.
Die einen jubeln – wir Dachgeschossbewohner dagegen reißen nachts die Fenster auf, schnappen nach Luft und beginnen eine innige Beziehung zu Ventilatoren, deren Surren uns tagsüber um die Ohren kreist.


Selbst das Schreiben fiel und fällt mir schwer. Mein Kopf summt wie ein überhitzter Laptop, der dringend ein Update braucht. Damit er nicht nur Unsinn ausspuckt, habe ich meine Schreibzeit in kleine Einheiten zerlegt.


Mini‑Sprints statt Eintausend‑Meter/Worte‑Lauf.


Das Ergebnis: Meine geplante Wortanzahl erreiche ich selten, und die Wochenenden schieben mich gerade so über die Ziellinie, manchmal nur knapp davor. Das Wortlimit pro Session steigt empfindlich an.

 

Trotzdem halte ich daran fest, bis Ende Juni die Rohfassung zu beenden.


Drückt mir die Daumen.

 

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