Weihnachtliche Geschichten

Taucht ein in eine funkelnde Weihnachtszeit

Beim Öffnen dieser Geschichten Schatulle breitet sich ein wohliges Kribbeln in deiner Brust aus.

Jede einzelne Erzählung ist wie ein funkelndes Licht, das die Dunkelheit der Winternacht erhellt.
Genieße eine heiße Tasse aromatischen Tee.

Der heiße Dampf steigt dir in die Nase, während deine Hand nach einem Lebkuchen greift.

Beginne nun zu lesen und tauche ein in die Magie der Weihnachtszeit.

Warten auf das Christkind

Lasst uns gemeinsam in dieser dunklen Zeit ein Licht nach dem anderen entzünden.

 

An jedem der vier Sonntage werde ich euch eine kurze Episode von Sandra (6 Jahre) und Michi (4 Jahre) erzählen, die sehnsüchtig auf das Christkind warten.

 

 

1. Adventssonntag ✨🎄 

 

Durch das Fenster beobachteten Sandra und Michi gebannt, wie unzählige Schneeflocken in einem zarten Tanz vom Himmel herabglitten. Die Äste der Bäume hatten sich bereits unter der Last der schweren Schneedecke gebogen.

   "Glaubst du, das Christkind beobachtet uns?", fragte der kleine Michi neugierig, seine Augen leuchteten vor Vorfreude.

   Ein warmes Lächeln breitete sich auf Sandras Gesicht aus, als sie liebevoll zu ihrem Bruder hinabschaute. "Natürlich, es sieht alles", antwortete sie sanft. "Komm, lass uns draußen einen Schneemann bauen, damit es weiß, wie artig wir waren!" ⛄️❤️

 

 

2. Adventssonntag ✨🎄 

 

🎁🌟 Sandra und Michi standen in der Küche, umgeben von einem betörenden Duft nach Zimt und Vanille, der ihre Nasen kitzelte.
   Michis Augen leuchteten vor Vorfreude. „Das Christkind mag doch Plätzchen, oder?"
   Sandra lächelte zustimmend, doch ein verschmitzter Ausdruck huschte über ihr Gesicht: „Aber ein paar sollten wir wohl für uns behalten, oder?"
   Gemeinsam lachten sie, während sie die Plätzchen mit knusprigen Streuseln in leuchtenden Farben verzierten.  🍪✨ 

 

 

3. Adventssonntag ✨🎄 

 

🎄🎶 Sandra und Michi hatten ihre Lieblingsweihnachtslieder ausgesucht und probten täglich. Am Heiligabend würden sie ein Konzert für das Christkind geben, und heute war die Generalprobe mit ihren Eltern.
   Michis Stimme erfüllte den Raum, als er laut „Oh Tannenbaum!" sang.
   Ein Strahlen huschte über Sandras Gesicht, während ihre Finger sanft über die Saiten glitten und die Melodie zum Leben erweckten. Die Augen ihrer Eltern leuchteten vor stolzer Vorfreude. „Das Christkind wird tanzen und klatschen vor Glück!", jubelten sie voller Herzlichkeit.  🎤❤️

 

 

4. Adventssonntag ✨🎄 
 

🌟🎅 Am letzten Adventssonntag saßen Sandra und Michi eng beieinander und tranken heißen Früchtetee, als sie beschlossen, dem Christkind einen Brief zu schreiben.

   „Was könnten wir ihm mitteilen?", flüsterte Michi, seine Augen leuchteten gespannt.

   Sandra spürte die Aufregung in ihrer Magengegend kribbeln, während sie langsam auf ihre Lippe biss und nachdachte. „Zuerst möchten wir uns für sein Kommen bedanken und für die Magie, die er in unsere Welt bringt. Dann wünschen wir uns von Herzen Frieden, der sich wie sanfte Wellen über die Erde legt, und unendliche Freude, die die Herzen aller Menschen erhellt."

   Gemeinsam steckten sie den mit zittrigen Händen geschriebenen Brief in einen strahlend roten Umschlag und hängten ihn behutsam an den festlich geschmückten Weihnachtsbaum, wo er im Lichterglanz schimmerte.  🎄❤️

 

 

©U.Helsch 2024

von U.Helsch

Grinch und die kleine Hexe

Am Rande eines kleinen, verschneiten Dorfes, wo die Häuser eng beieinanderstanden und die Straßen festlich geschmückt waren, hauste ein grüner Grinch namens Grom. Grom war ein grimmiger Zeitgenosse, der die Weihnachtszeit zutiefst verabscheute. Während sich das Dorf jedes Jahr zur gleichen Zeit in ein funkelndes Winterwunderland verwandelte, verkroch sich Grom in seiner düsteren Höhle, um dem Glanz und den fröhlichen Klängen der Weihnachtslieder zu entkommen.
   Doch an einem eisigen Spätnachmittag überkam ihn plötzlich eine unerklärliche Sehnsucht nach heißem Kakao. Sein Bauch knurrte so laut, dass er sich auf den Weg zu seinem Lieblingscafé, dem „Kaffeekessel“, machte. Tief in seine Kapuze gehüllt, um die Lichter zu meiden, beschleunigte er seine Schritte, je näher er dem Café kam. Schließlich rannte er fast schon dem verlockenden Getränk entgegen.
   Er öffnete die Tür mit halbgeschlossenen Augen und der Duft nach Schokolade, Zimt und Vanille stiegen ihm in die Nase. Was für ein Genuss. Doch als er aufblickte, strahlte ihm eine Glitzerflut aus Lichterketten in Tannengirlanden und Windlichtern entgegen. Groms Gesichtszüge verdüsterten sich und ein tiefes Knurren entwich seiner Kehle.
   „Warum kann keiner die Dunkelheit ertragen?“, rief er, mit geballten Fäusten durch den Raum stampfend. Alle Gäste zuckten zusammen und murmelten ängstlich, bis auf eine.
   Die 10-jährige Hexe Lila erhob sich. Mit ihrem lila Umhang und den funkelnden, grünen Augen trat sie mutig vor Grom. „Warum bist du so zornig? Weihnachten ist eine Zeit der Freude!“
   Grom starrte sie an. „Freude? Dieser ganze Geschenke- und Lichterkram? Alles Lug und Trug!“
   Lila schüttelte langsam den Kopf und lächelte. „Es geht um das Zusammensein, um die Magie die uns verbindet. Sieh nur, wie glücklich die Menschen sind.“
   Grom schnaubte verächtlich. „Verführt von Lichtern und Lärm. Ich ertrage diese Blenderei nicht.“
   „Vielleicht solltest du es anders sehen“, schlug Lila vor und zückte ihren Zauberstab. Sie murmelte leise Worte, zeichnete mit dem Stab komplizierte Muster vor ihn in die Luft und schnippte dann mit den Fingern.
   Die Lichter erschienen ihm nun in sanften, warmen Farben, die eine beruhigende Atmosphäre verbreiteten.
   „Siehst du? Es geht um die Stimmung“, erklärte Lila. Grom beobachtete, wie die Menschen um ihn herum wieder lachten und sich unterhielten, als hätten die Lichter sie miteinander verbunden.
   Ein leises Knurren erklang aus Groms Bauch. Langsam wurde ihm bewusst, dass es nicht nur der Kakao war, den er vermisste, sondern das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Die Einsamkeit hatte er so lange hingenommen, dass er vergessen hatte, wie es sich anfühlte, von anderen umgeben zu sein.
   „Vielleicht ist es gar nicht so schlimm“, murmelte er widerstrebend. „Aber singen werde ich trotzdem nicht!“, fügte er rasch hinzu.
   Lila kicherte. „Musst du auch nicht. Aber trink einen Kakao mit uns. Vielleicht – gönnen wir uns auch ein paar Kekse?“ Ihre Augen waren groß und strahlten vor Vorfreude.
   Grom überlegte kurz. Kekse klangen verlockend. „Na gut, aber nur schokoladige.“
   Lila strahlte, ergriff seine Hand und zog ihn zu ihrem Tisch. „Komm.“
   So ließ sich Grom, einst der grimmige Grinch, an einem Tisch im „Kaffeekessel“ nieder, umgeben von fröhlichen Menschen und dem Duft von frisch gebackenem Gebäck. Die Lichter schimmerten sanft um ihn herum, und er spürte, wie sein Herz langsam erwärmte. Vielleicht war Weihnachten nicht nur ein Fest der Lichter, sondern auch der Freundschaft und des Miteinanders.
   Von diesem Tag an war Grom nicht mehr nur der grimmige grüne Grinch, sondern auch ein Teil des kleinen Dorfes, das er einst so verachtet hatte. Er war nun nicht mehr allein.
 

 

 

©U.Helsch 2024

von U.Helsch

Hexe Shasta auf dem Weihnachtsmarkt

An einem frostigen Dezemberabend öffnete der historische Weihnachtsmarkt in dem kleinen Dorf Kimmel seine Pforten. Die festlich geschmückten Buden erstrahlten im Licht der Laternen, während der Duft von gebrannten Mandeln und heißer Wurst schwer in der kalten Luft lagen. Kinder lachten, während sie um den großen Weihnachtsbaum tanzten und die Erwachsenen wärmten sich mit dampfendem Glühwein.
   Hinter einem Schneehügel verborgen, stand die Hexe Shasta in der Dunkelheit. Weihnachten hatte sie schon immer gehasst. Der Lärm der fröhlichen Menschen, das Glitzern der Lichter und die Wärme der Herzen erfüllten sie mit Wut.
   „Ich werde diesen Markt zerstören!“, zischte sie und schlug auf den Schneehügel ein.
Nach reiflicher Überlegung entschied sie sich, die Buden mit einem mächtigen Windstoß zum Wanken zu bringen und das fröhliche Treiben in Chaos zu stürzen.
   Sie hob ihre Arme, doch als der Duft von gegrillten Würsten in ihre Nase zog, knurrte ihr Magen so stark, dass ihr Körper leicht bebte. Sie kaufte sich zwei Würste in Brötchen, zog sich in ihr Versteck zurück und genoss jeden Bissen.
   Nach dem ersten Brötchen entschied sie, nun den Sturm loszulassen. Sie legte ihr zweites Brötchen auf den Schneehaufen und hob die Arme. Plötzlich sprang ein kleiner Hund zu ihr, seine großen, treuen Augen schauten sie liebevoll an.
   „Weg mit dir, du lästiger Wurm!“, fauchte Shasta und versuchte ihn mit einem Windstoß zu vertreiben. Doch der kleine Hund, ein wuscheliger Australien Shepherd, wedelte nur fröhlich mit dem Schwanz, kuschelte sich an ihr Bein und schnüffelte neugierig.
   Das Kitzeln des weichen Fells, ihre Kniestrümpfe waren heruntergerutscht, ließ Shasta innehalten. „Was soll das?“, murmelte sie unwillig, während eine unerwartete Wärme sich in ihrem Herzen ausbreitete. Es war ein Gefühl, das ihr vollkommen fremd war.
   Der Hund schaute zu ihr auf, seine Augen strahlten vor Unschuld und Freude. Er schien nicht die geringste Angst vor der Hexe zu haben. Stattdessen wedelte er mit dem Schwanz und leckte ihr Bein, als wollte er sagen: Komm, sei fröhlich!
   Shasta spürte, wie sich etwas in ihr veränderte. Die Kälte des Winters schien nicht mehr so beißend, und der Lärm des Marktes nicht mehr wie ein störendes Geschrei. Sie sah die Menschen, die sich amüsierten, Geschenke kauften und miteinander lachten.
   „Vielleicht…“, überlegte sie, „ist es nicht so schlimm, wie ich dachte.“ Langsam kniete sie sich hin und streichelte den kleinen Hund, der glücklich zu schnurren begann.
   Ein Lächeln umspielte Shastas Lippen, als sie auf den Weihnachtsmarkt schaute. „Vielleicht kann ich ein Teil dieses Festes sein, anstatt es zu zerstören“, flüsterte sie. Der Hund sprang auf und bellte vor Freude, als ob er sie verstand.
   Shasta schnippte einmal mit den Fingern. Plötzlich verwandelte sich ihr Mantel in einen dunklen Umhang aus schwerem Samt, der mit großen aufgestickten Sternen verziert war. Die große Kapuze zog sie über ihre strubbeligen Haare.
   Von diesem Moment an fesselte sie die Kinder mit ihren Geschichten und beschenkte die Erwachsenen mit Glücksbringern, die im Sonnenlicht funkelten.
   Der kleine Hund, den sie liebevoll Bongo nannte, blieb treu an ihrer Seite und wurde zu ihrem ständigen Begleiter. Seit jenem Tag war der Weihnachtsmarkt in Kimmel nicht nur ein Ort des Feierns, sondern auch ein Ort, an dem selbst die eisigsten Herzen durch Wärme und Licht berührt werden konnten.
 

 

 

©U.Helsch 2024

von U.Helsch

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